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Voyager TS1

 

Der Voyager TS1 steht schon seit Herbst 2010 im Raum und wurde aber bis zur Serienreife dreimal optimiert und an verschiedenen stellen weiter verbessert.


Hierbei handelt es sich um eine komplett neue Anlagen-Generation von Pipe Design in einem neuen Segment. Denn zum ersten Mal wird bewußt der Weg zur jeweils maximal möglichen Performance bezüglich reinen PS und Bandbreite verlassen ! Diese Anlage ist quasi (wie der Name schon sagt ..) das angekündigte Resultat unserer Frankreich-Tour, bei der diverse Erfahrungen einer solch großen Tour eingeflossen sind.


Der Voyager  TS1 steht mit seinem Namen natürlich stellvertretend für alle weiteren Zylinder mit gleicher Aulassstellung wie Imola, Monza, usw.  .  Auch hier findet sich die Grundcharakteristik der Voyager-Produktfamilie wobei der Voyager TS1 intensiv auf die Kanalgeometrien vom 200er und 225er TS1 sowie der ähnlichen Zylinder Imola, Mugello, AF, Monza, BGM racetour, LTH Europa, usw.  eingeht.

 


Performance / Charakteristik
Hierbei handelt es sich um eine Anlage, die immer noch extrem kraftvoll und sportlich agiert, aber im wesentlichen andere Attribute in den Fokus stellt. Hier wurde vielmehr Wert auf eine angenehmere, streßfreie und somit touren- und noch alltagstauglichere Auslegung gelegt. So wird ein Motor mit einem Voyager TS1 noch deutlich elastischer als mit einem Charger TS1 durch eine höhere Vorresoleistung.

 

Man kann also noch besser sehr untertourig im 4. Gang fahren und bei Bedarf ohne Hänger und ohne Verschlucken des Motors zügig rausbeschleunigen. Das ist grade bei den recht schweren Lambrettas sehr sinnvoll.  Auch geraten dadurch sämtliche Ganganschlüsse noch problemloser und entspannter. Nicht zu vergleichen mit einem Franspeed oder Taffspeed road .. etc. , denn die leistung liegt noch deutlich früher an bei trotzdem breiterem Drehzahlband und deutlich mehr Drehmoment (Nm).

Der Voyager TS1 gewinnt so deutlich an Fahrbarkeit und büßt auch im Maximalwert keine Nm ein im Vergleich zum Charger TS1. Lediglich bei stärkeren Motoren ab ca. 31 PS im Schnitt ca. 0,9 - 1,6 PS weniger können es zu einem Charger TS1 sein. Das alles findet aber auf dem bekannt hohen Niveau statt, so dass dieser Zusammenhang in Anbetracht der Vorteile sicher vernachlässigt werden darf.

Von der Grundcharakteristik haben wir den Voyager TS1 an den Charger TS1 angepaßt, da beide Anlagen die identische Resonanzlänge aufweisen.

Alles in Allem also eine sehr schön zu fahrende Anlage die durch ihren lineareren Leistungseinstieg und deutlich mehr Vorresoleistung einfach stressfreier aber dennoch sehr kraftvoll, sportlich und mit hohem Spaßfaktor zu fahren ist.



Optik / Beschaffenheit
Da auf Dauer ein dumpferer Klang einfach als angenehmer wahrgenommen wird wurden keine Mühen gescheut, um auch im Bereich Sounddesign tätig zu werden. So kommt der Voyager zum einen deutlich dumpfer daher als die anderen Pendants und wird ausschließlich komplett doppelwandig gefertigt.

 Von der Grundcharakteristik haben wir den Voyager TS1 an den beliebten Charger TS1 angepaßt, da beide Anlagen die identische Resonanzlänge aufweisen. Die Verlegung ist allerdings komplett neu und verläuft deutlich enger am Rahmen und floorboard. Der Voyager bietet so eine maximale Bodenfreiheit am Kümmer und auch am Belly und ist insgesamt eine sehr unauffällige und elegante Erscheinung. Der Belly verläuft sehr dicht unter dem Trittbrett. In den allermeisten Fällen braucht das Floorboard im hinteren Bereich nicht ausgeschnitten zu werden.

Natürlich ist auch der Voyager TS1 eine dreiteilige Anlage mit Steckkrümmer, schraubbarem Enddämpfer der 5. Generation und Vitonflansch mit doppelter Abdichtung am Auslass.

 

Zusätzlich wird diese Anlage wahlweise mit einer Schelle am Enddämpfer oder mit einer verdeckten Halterung elegant hinter dem Enddämpfer und mit PTFE-Buchse gehalten und somit vor Materialermüdung bewahrt.

Alles in Allem also eine sehr schön zu fahrende Anlage die durch ihren lineareren Leistungseinstieg und deutlich mehr Vorresoleistung einfach stressfreier aber dennoch sehr kraftvoll, sportlich und mit hohem Spaßfaktor zu fahren ist.



Setup / technische Vorraussetzungen
Allerdings ist auch der Voyager TS1 für Motoren gebaut mit den sogenannten "feinen Komponenten" und entwickelt seine maximale Leistung ebenfalls zwischen 187°-194° Auslaßzeit. Es hat sich aber gezeigt, dass dieser Anlagentyp auch sehr schön mit deutlich weniger AS zu fahren ist und bringt ebenfalls super Ergebnisse auf zahmeren Motoren.

 

Z.B. kann man aus Gründen der Langlebigkeit die Auslassbreite in dauerhaltbareren Bereichen von etwa 63 - 68% (Sehnenmaß in Relation zur Bohrung) belassen.

Die optimale Überstromzeit kann nicht präzise angegeben werden, da sie sehr individuell von allen den Mitteldruck beeinflussenden Faktoren abhängt. Grob liegt der Optimalwert aber zwischen 125 - 129°.

 

Tipp:

Im Zweifel zunächst immer mit etwas weniger ÜS-Zeit beginnen und sich ggfs. langsam "hochtesten" (z.B. mittels Fudi in 2/10mm-Schritten). Denn bei vielen Zylindern sacken die Nm bei zu viel ÜS-Zeit sehr schnell und deutlich ab ! Bei etwas zu wenig ÜS ist zwar manchmal der Drehmomentkurvenverlauf noch nicht perfekt, aber oft hat der Nm-Wert bereits sein Maximum erreicht !

 

Hinweis:

Bei dieser Auspuffanlage handelt es sich um ein Rennsportprodukt ohne pauschale Straßenzulassung (E-Nummer)

 

Fakten

 

Aufpuffbeschaffenheit:

  • tolle Anlage mit einer sehr alltagstauglichen Tourencharakteristik
  • massive und robuste Bauweise
  • mehr Vorresoleistung und lineareren Leistungseinstieg
  • komplett doppelwandig und dadurch sehr angenehmes Geräuschaufkommen
  • aufwendige, innovative Verlegung
  • passend mit Hauptständer und Spritzschutz
  • große Resonanzlänge wie Charger TS1
  • dumpfer Sound
  • hohe Boden- und Kurvenfreiheit
  • funktioniert und reagiert sehr gutmütig auch bei sehr hohen Auslasssteuerzeiten
  • macht selbst aus sehr starken QM-Motoren knackige und fahrbare Setups
  • inklusive unauffällige Halterung versteckt hinter dem Enddämpfer
  • wertiger großer Enddämpfer der 5. Generation

 

Kundenindividuelle Ausprägungen: 

  • -

 

 

Leistungsdiagramme

Wir haben den Voyager TS1 auf unterschiedlichen Motoren getestet und stellen Euch hier die unterschiedlichen Ergebnisse und Vergleiche zur Verfügung. Die Liste zeigt die bisherigen Läufe:

Voyager TS1

TS1 60mm Hub 33,8 Nm

Dies sind Kurven aus der Entwicklung des Voyager TS1. Die rote Kurve ist die verlegte Serienvariante, da die blaue Kurve (Version) nur minimal an Vorresoleistung gewinnt, aber hintenraus zu viel verloren hat.

Wie angekündigt also ein sehr fahrbarer Auspuff mit einem schönen Spagat zwischen Vorresoleistung ohne Drehzahlloch, max. PS-Wert, max. Nm-Wert und max. Drehzahlbandbreite. Da die Leistung bereits recht früh abgegeben wird mit einem Peak bei 6700 U/min (Resonanzlänge vom Charger TS1) ist die Anlage drehmomentlastig mit 33,8 Nm zu 31,1 PS ausgelegt. Der Vorteil ist hier, dass die Leistung bereits bei ca. 5100 U/min einsetzt.

 

Motor

TS1 mit 131°/ 194°, MB Kolben, 60mm Hub, 35 PWK, V-Force Membran, variotronic

 

 


Bilder