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Charger 220 Racetrack Version 2016

 

Drehmomentstärke und Fahrbarkeit

 

Der Charger 220 RT ist eine extrem leistungsstarke Anlage mit der Grundcharakteristik der Charger Produktfamilie für die potenten PX-Zylinder. Die neuste Version 2016 wurde mehrfach feinoptimiert. Zuletzt für die aktuellen Überstromkanalgeometrien der neuen Malossi-Zylinder „Sport“ und „MHR“.

 

Hierbei handelt es sich um eine sehr potente Anlage für sämtliche Tuningstufen der Vespa PX 200 auf Basis eines Membraneinlasses.

 

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dem Charger mit dem Zusatz „Racetrack“  um eine besondere Version des normalen Charger 220, die speziell für die Rennstrecke konzipiert ist. Von der Charakteristik her ist der "Racetrack" sehr eng an den bekannten Charger 220 angelehnt. Tendenziell ist der Charger Racetrack einen Hauch stärker in der Vorresoleistung und macht ein minimal breiteres Drehzahlband.

 

Der bedeutendere Unterschied zum normalen Charger ist allerdings die rennstreckentaugliche Verlegung mit deutlich mehr Bodenfreiheit.  Detailliertere Beschreibung siehe weiter unten unter „Optik/Beschaffenheit“.

 

 

 

Performance / Charakteristik

 

Bei dem Charger wurde großen Wert darauf gelegt im absoluten Highend-Segment Spitzenwerte bei Leistung (PS) und Drehmoment (Nm) mit einem maximal breiten Drehzahlband zu kombinieren.

 

Dabei wurde eine Leistungs-Charakteristik gewählt, die eine möglichst große Schnittmenge zwischen den Bereichen „sehr leistungsstarker Alltagsmotor“ mit guter Fahrbarkeit und einem ausgewogenem Nm-, PS-Verhältnis entsteht. Der Charger 220 ist somit drehmomentlastiger als der Bullet 220.

 

Ebenfalls wie der Bullet 220 wird  hier eine sehr hohe Performance mit noch besserer Fahrbarkeit kombiniert. Prinzipiell ist die Charkteristik dieser Anlage ähnlich der des Bullet 220 und unterscheidet sich von ihm darin, dass sie ca. 450 U/min früher in Resonanz geht und dementsprechend Nm-lastiger ausfällt. In der Regel setzt die Leistung mit 195° Auslasszeit etwa bei 4750 - 5100 U/min ein und steigt bei passender Peripherie recht problemlos über die 35 PS Marke mit einem meist ebenso hohen Nm-Wert.

 

Die Sitzenleistung wurde bei den bisher getesteten Setups zwischen sehr angenehmen 7000 und 7800 U/min abgegeben
Diese Anlagengeneration zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine perfekte Symbiose aus druckvollem Sportler und kräftigem Tourer ergibt.

 

 

 

Optik / Beschaffenheit

 

Lieferbar in Stahl und komplett Edelstahl sowie optional in doppelwandiger Ausführung.

 

Der Charger 220 Racetrack verläuft mit dem Belly nahezu voll auf der Mittelachse des Rollers und ist auch krümmerseitig deutlich mehr nach innen verlegt, wodurch in erster Linie eine maximale Kurven- und Schräglagenfreiheit gewährleistet wird. Auf den Bildern ist zu erkennen, dass sich erst der Gegenkonus wieder nach außen (weg von der Mittelachse/Reifenlinie) orientiert.

 

Darüber hinaus steigt der Gegenkonus nach außen und oben an, so dass auch der Enddämpfer deutlich höher über der Straße positioniert ist.

 

Zusätzlich verläuft der gesamte Krümmerbereich ca. 25mm höher, also dichter unter dem Trittbrett als beim Serien-Bullet. Die Begrenzungen sind hier dann die Motorhälfte/Schaltraste bei Rechts- und das Trittblech (auch wenn deutlich verschmälert) bei Links-Kurven.

 

Diese Anlage kombiniert also alle Vorteile eines Rechtsauslegers, ohne dass man in der Normalauslage einen nach hinten weit überstehenden Enddämpfer und dessen Schwachpunkt der Befestigung (Rechtsausleger) in Kauf nehmen müsste.

 

Perfekt für die Rennstrecke oder für Diejenigen, die optisch etwas mehr Wert auf Understatement legen und eine unauffälligere Variante des normalen Charger 220 bevorzugen.

 

Der Charger 220 ist eine zweiteilige Auspuffanlage mit einem federgehaltertem Steckkrümmer, vitongedichtetem Aulassflansch und hochwertigem schraubbaren Aluminiumenddämpfer ausgestattet, wodurch sich ein  annehmbares Geräuschaufkommen einstellt.

 

Weiterhin wurde großen Wert auf sanfte Radien durch geringe Winkelsprünge und hoher Segmentanzahl in den wichtigen Stellen der Verlegung gelegt, um auch bei sehr hohen Drehzahlen den output nicht durch Strömungabrisse und hohen Wandreibungen zu gefährden oder sogar einzuschränken.

 

Die Charger Anlagen werden an massiven Halterungen mittels PTFE-Buchsen gehaltert und sind am Auslass wie alle PX Anlagen von Pipe Design durch einen hochwertigen Vitonflansch gedichtet und mit zwei Federn fixiert.

 

Der hochwertige und schraubbare Aluminium-Enddämpfer mit 80 x 300 mm der 5. Generation hat eine Metallbuchse und ein verschweißtes Lochrohr. Dadurch wird ein Losrütteln auch bei hohen Laufleistungen verhindert.

 

Der große Enddämpfer wird am Dämpferflansch wiederum mit einem Vitonring abgedichtet und durch eine massive Stützfinne zuverlässig fixiert.

 

 

 

Setup / technische Vorraussetzungen

 

Man kann den Charger 220 selbstverständlich auf unbearbeiteten Zylindern und wider Erwarten sogar sehr gut auf dem Originalzylinder der PX200 fahren wie angefügte Diagramme zeigen. Seine volle Performance kann er aber erst ab ca.190° Auslass entfalten, wobei das Optimum etwa bei 194° liegt. Bei den einteiligen Auslässen ist der Auslasszeitquerschnitt der Minimumfaktor.

 

Sollte maximale Spitzenleistung das Ziel sein, sollte man also darauf achten, dass man innerhalb der Grenzen von 197° und 70% Auslassbreite (Sehnenmaß) eine Auslassform wählt mit möglichst viel Fläche. Besonders oberhalb und bis etwa 50% Eintrittshöhe der Überstromschlitze in der Laufbahn.

 

Für kräftige und elastische Motoren sind ein gut gefräster Membraneinlass mit einer modernen und effizienten Membran (wie z.B. die V-force 4 in RD350 Größe) sowie ein ausreichend großer Vergaser von mindestens 30 mm obligatorisch. Dazu passend eignen sich besonders sogg. Pilz- oder Glockenwellen in 60-64mm Hub.

 

Die optimale Überstromzeit kann nicht präzise angegeben werden, da sie sehr individuell von allen den Mitteldruck beeinflussenden Faktoren und vom verwendeten Zylinder abhängt. Grob liegt der Optimalwert aber zwischen 128 - 131,5°.

 

 

Tipp:

Im Zweifel zunächst immer mit etwas weniger ÜS-Zeit beginnen und sich ggfs. langsam "hochtesten" (z.B. mittels Fudi in 2/10mm-Schritten). Denn bei vielen Zylindern sacken die Nm bei zu viel ÜS-Zeit sehr schnell und deutlich ab ! Bei etwas zu wenig ÜS ist zwar manchmal der Drehmomentkurvenverlauf noch nicht perfekt, aber oft hat der Nm-Wert bereits sein Maximum erreicht!

 

Hinweis:

Bei dieser Auspuffanlage handelt es sich um ein Rennsportprodukt ohne pauschale Straßenzulassung (E-Nummer)

 

 

Fakten

 

Aufpuffbeschaffenheit: 

  • Anlagen zweiteilig mit einer Steckverbindung
  • sehr fein segmentierten Krümmerbereich für ungestörten Gasaustausch grade bei hohen Drehzahlen
  • Auslassflansch mit Vitonring-Dichtung
  • wertiger und großer Enddämpfer aus Aluminium (300 x 80 mm) der 5. Generation
  • Vitonringabdichtung zum Enddämpfer
  • Massive Halterung mit PTFE-Buchsen
  • Sanfte und performance-orientierte Radien
  • Maximale Leistung und Drehzahlbandbreite bei guter Fahrbarkeit

 

 

Kundenindividuelle Ausprägungen: 

  • optional doppelwandig lieferbar
  • Stahl oder Edelstahl
  • Dämpferposition: parallel zum Boden, ansteigend oder zum Boden neigend wählbar
  • optional mit Pipe Design-Logo und  Seriennummer im vorletzten großen Segment des Gegenkonus

 

 

Leistungsdiagramme

Wir haben den Charger 220 auf unterschiedlichen Motoren getestet und stellen Euch hier die unterschiedlichen Ergebnisse und Vergleiche zur Verfügung:

 

 

Charger 220 vs Bullet 220

Malossi MHR 64mm Hub

 

Motor: Malossi MHR mit 70% Auslassbreite, 134,2°/197,2°, 64mm Hub Kingwelle, Eigenbau Ansaugstutzen, V-force 4 Membrane, Vespatronic 26° > 18°, 39mm Dellorto VHSB Vergaser, Malossi Kopf, Getriebe gradeverzahnt


Charger 220

Malossi MHR unbearbeitet auf Membran

 

 

Motor: Malossi MHRabsolut unbearbeitet, 124°/181°, 62mm Hub, Tassinari V-force 4, TMX 35, statische Zündung mit 18,5°, Polrad HP4, QS 1,2mm


Charger 220 vs Voyager 220

Malossi MHR auf Membran

 

 

Motor: Malossi MHRabsolut unbearbeitet, 124°/181°, 62mm Hub, Tassinari V-force 4, TMX 35, statische Zündung mit 18,5°, Polrad HP4, QS 1,2mm


Charger 220 Racetrack 2016