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Cobra 220

Aufwendige Verlegung für Hauptständertauglichkeit

 

Die Cobra 220 Version 2013 ist eine lange Anlage (d.h. mit großer Resonanzlänge wie der Charger 220), die trotzdem voll hauptständer- und reserveradtauglich ist! Denn das Vorbild der "Cobra 220" ist der bewährte "Charger 220". Folglich ist die Grundcharakteristik dieser beiden Anlagen sehr ähnlich.

 

Die Cobra 220 ist sehr aufwendig verlegt und beschreibt unter dem Roller eine „S-Form“ ähnlich einer stehenden und drohenden Cobra (Brillenschlange). Daher auch der Name.

 

Die Cobra 220 ist eine extrem leistungsstarke Anlage mit der Grundcharakteristik der Cobra Produktfamilie für die potenten PX-Zylinder. Die neuste Version 2013 wurde feinoptimiert. Zuletzt für die aktuellen Überstromkanalgeometrien der neuen Malossi-Zylinder „Sport“ und „MHR“.

 

Performance / Charakteristik

Bei der Cobra 220 wurde großen Wert darauf gelegt im Highend-Segment Spitzenwerte bei Leistung (PS) und Drehmoment (Nm) mit einem maximal breiten Drehzahlband in einem hohen Drehmomentbereich zu kombinieren.

 

Dabei wurde eine Leistungs-Charakteristik gewählt, die eine möglichst große Schnittmenge zwischen den Bereichen „sehr leistungsstarker Alltagsmotor“ mit guter Fahrbarkeit und einem ausgewogenem Nm-, PS-Verhältnis entsteht. Die Cobra  220 ist somit wie auch der Charger 220 drehmomentlastiger als der Bullet 220.

 

Ebenfalls wie beim Bullet 220 wird  hier zwar eine sehr hohe Performance mit noch besserer Fahrbarkeit kombiniert. Prinzipiell ist die Charkteristik dieser Anlage ähnlich der des Bullet 220 und unterscheidet sich von ihm darin, dass sie ca. 450 U/min früher in Resonanz geht und dementsprechend Nm-lastiger ausfällt. In der Regel setzt die Leistung mit 195° Auslasszeit etwa bei 4750 - 5100 U/min ein und steigt bei passender Peripherie recht problemlos über die 35 PS Marke mit einem meist ebenso hohen Nm-Wert.

 

Die Sitzenleistung wurde bei den bisher getesteten Setups zwischen sehr angenehmen 7000 und 7800 U/min abgegeben. Diese Anlagengeneration zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine perfekte Symbiose aus druckvollem Sportler und kräftigem Tourer ergibt.

 

Hierbei handelt es sich um eine sehr potente Anlage für sämtliche Tuningstufen der Vespa PX 200 auf Basis eines Membraneinlasses. Aber verblüffend sind auch richtig gute Ergebnisse plug and play auf kompletten Originalmotoren der PX200. Einige Leistungskurven im Vergleich zum Originalauspuff belegen das.

 

Also insgesamt ein sehr interessanter Auspuff nicht nur für sehr kräftige Motoren, sondern grade auch für etwas sanfter getunte setups oder sogar Originalzylinder.

 

Optik / Beschaffenheit

Lieferbar in Stahl und komplett Edelstahl sowie optional in doppelwandiger Ausführung.

 

Die Cobra 220 ist eine zweiteilige Auspuffanlage mit einem federgehaltertem Steckkrümmer, vitongedichtetem Aulassflansch und hochwertigem schraubbaren Aluminiumenddämpfer ausgestattet, wodurch sich ein  annehmbares Geräuschaufkommen einstellt.

 

Weiterhin wurde bei der aufwendigen Verlegung großen Wert auf sanfte Radien durch geringe Winkelsprünge und hoher Segmentanzahl in den wichtigen Stellen der Verlegung gelegt, um auch bei sehr hohen Drehzahlen den output nicht durch Strömungabrisse und hohen Wandreibungen zu gefährden oder sogar einzuschränken.

 

Die Cobra Anlagen werden an massiven Halterungen mittels PTFE-Buchsen gehaltert und sind am Auslass wie alle PX Anlagen von Pipe Design durch einen hochwertigen Vitonflansch gedichtet und mit zwei Federn fixiert.

 

Der hochwertige und schraubbare Aluminium-Enddämpfer mit 80 x 300 mm der 5. Generation hat eine Metallbuchse und ein verschweißtes Lochrohr. Dadurch wird ein Losrütteln auch bei hohen Laufleistungen verhindert.

 

Der große Enddämpfer wird am Dämpferflansch wiederum mit einem Vitonring abgedichtet und durch eine massive Stützfinne zuverlässig fixiert.

 

Die Cobra 220 verläuft in der ersten Krümmerschleife sehr dicht (3-5mm) unter dem Motorgehäuse um nach wie vor die maximale Bodenfreiheit zu erhalten. Der Belly-Bereich ist Waagerecht unter dem Bodenblech positioniert mit ausreichend Abstand zu den Hauptständerfedern.

 

Korrekt montiert steht auch der Enddämpfer parallel zur Fahrbahn bzw. neigt sich 1-2° nach unten, so Dass er spätestens in der Fahrposition parallel steht.

 

Somit ergibt sich trotz aufwendiger Verlegung ein aufgeräumtes und  knackiges Gesamtbild des Fahrzeugs. Vom Design gleichermaßen passend zu PX Modellen wie grade auch zu Rally, Sprint, VNA, VNB, usw.

 

Setup / technische Vorraussetzungen

Man kann die Cobra 220 ähnlich wie den Charger 220 selbstverständlich auf unbearbeiteten Zylindern und wider Erwarten sogar sehr gut auf dem Originalzylinder der PX200 fahren wie bereits erwähnt. Seine volle Performance kann sie aber erst ab ca.190° Auslass und ca. 68+% Auslassbreite entfalten, wobei das Optimum etwa bei 194°-195° liegt. Bei den einteiligen Auslässen ist der Auslasszeitquerschnitt rein leistungstechnisch der Minimumfaktor.

 

Sollte maximale Spitzenleistung das Ziel sein, sollte man also darauf achten, dass man innerhalb der Grenzen von 197° und 70% Auslassbreite (Sehnenmaß) eine Auslassform wählt mit möglichst viel Fläche. Besonders oberhalb und bis etwa 50% Eintrittshöhe der Überstromschlitze in der Laufbahn.

 

Für kräftige und elastische Motoren sind ein gut gefräster Membraneinlass mit einer modernen und effizienten Membran (wie z.B. die V-force 4 in RD350 Größe) sowie ein ausreichend großer Vergaser von mindestens 30 mm obligatorisch. Dazu passend eignen sich besonders sogg. Pilz- oder Glockenwellen in 60-64mm Hub.

 

Die optimale Überstromzeit kann nicht präzise angegeben werden, da sie sehr individuell von allen den Mitteldruck beeinflussenden Faktoren und vom verwendeten Zylinder abhängt. Grob liegt der Optimalwert aber zwischen 128 - 131,5°.

 

Als ein Beispiel erhält man z.B. ein schön ausgewogenes Setup auf Membranbasis und konventionellem Malossi 210 und 60 mm Hub bei etwa 129°/194° mit 19° VZ und ca. 1:11,5 mit grob 11 PS Vorresoleistung und grob 32PS/31Nm.

 

Tipp:

Im Zweifel zunächst immer mit etwas weniger ÜS-Zeit beginnen und sich ggfs. langsam "hochtesten" (z.B. mittels Fudi in 2/10mm-Schritten). Denn bei vielen Vespa-Zylindern (und grade beim 210er Malossi) sacken die Nm bei zu viel ÜS-Zeit sehr schnell und deutlich ab! Bei etwas zu wenig ÜS ist zwar manchmal der Drehmomentkurvenverlauf noch nicht perfekt, aber oft hat der Nm-Wert bereits sein Maximum erreicht!

 

Hinweis:

Bei dieser Auspuffanlage handelt es sich um ein Rennsportprodukt ohne pauschale Straßenzulassung (E-Nummer).

 

 

Fakten

 

Aufpuffbeschaffenheit: 

  • Anlagen zweiteilig mit einer Steckverbindung
  • Hauptständer- und reserveradtaugliche Verlegung trotz großer Resonanzlänge für frühen Leistungseinstieg
  • Kein Überstand des Enddämpfers über den Hinterreifen
  • sehr fein segmentierten Krümmerbereich für ungestörten Gasaustausch grade bei hohen Drehzahlen
  • Auslassflansch mit Vitonring-Dichtung
  • wertiger und großer Enddämpfer aus Aluminium (300 x 80 mm) der 5. Generation
  • Vitonringabdichtung zum Enddämpfer
  • Massive Halterung mit PTFE-Buchsen
  • Sanfte und performance-orientierte Radien
  • Potente Auspuffanlage für Sporttourer

 

Kundenindividuelle Ausprägungen: 

  • optional doppelwandig lieferbar
  • Stahl oder Edelstahl
  • Dämpferposition: parallel zum Boden oder zum Boden neigend wählbar
  • optional mit Pipe Design-Logo und  Seriennummer im vorletzten großen Segment des Gegenkonus

 

 

Leistungsdiagramme

Wir haben die Cobra 220 auf unterschiedlichen Motoren getestet und stellen Euch hier die unterschiedlichen Ergebnisse und Vergleiche zur Verfügung:

 

 

Cobra 220

vs PEP plus

Ein Kundenmotor mit Malossi, LHW, mmw1, rd 350 Membran original und 30er TMX. Die Steuerzeiten waren recht gering 125°/189° und auf den verwendeten PEP Plus abgestimmt. 

 

Sicherlich fehlt der Cobra 220 I deutlich Überstromzeit, jedoch sind + 8,7 Nm sehr aussagekräftig.


Cobra 220

vs Originalauspuff und Originalmotor

Die Cobra 220 I im direkten Vergleich zum Originalauspuff auf einem vollkommen unveränderten Originalmotor zu sehen.

 

Trotz des frühen Leistungseinstiegs werden + 2,1 PS und + 1 Nm erreicht. Hierbei gestaltet sich der eigentliche Resonanzbereich (ca. 3300 - 6100 U/min) schon deutlich breiter als bei der Cobra 220 II. Das wäre auch meine Empfehlung, um einem Originalmotor mehr Druck bei sehr schöner Fahrbarkeit zu verleihen.  Die blaue Kurve dreht normalerweise etwas weiter aus bis gut 7000 U/min mit abfallendem Verlauf. Hier wurde das Gas etwas zu früh zugemacht. 

 

 


Cobra 220


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